Wissenschaft


24
Nov 10

Hayabusa bringt bislang unbekannte Elemente zur Erde

Die im Sommer heimgekehrte, japanische Weltraumsonde “Hayabusa” hat tatsächlich die ersten jemals gesammelten Bodenproben eines Asteroiden zur Erde gebracht. Mitte Juni landete die kleine Kapsel ganz nach Plan in der australischen Wüste – im Gepäck 1.500 Partikel des mehr als 300 Millionen Kilometer von der Erdumlaufbahn entfernten Asteroiden Itokawa. Diese nur etwa ein tausendstel bis ein hundertstel Millimeter großen Partikel unterscheiden sich laut der japanische Weltraumbehörde Jaxa völlig von Substanzen auf der Erde. Nach ersten Analysen enthalten sie viel mehr Eisenelemente als ähnliche Mineralien auf der Erde.

Es ist schon eine spannende Vorstellung, dass auf den zig Asteroiden die durch unser Sonnensystem schwirren noch zahlreiche unbekannte Substanzen und Elemente schlummern. Ich bin gespannt was da in den nächsten Jahren noch entdeckt wird. Durch den Erfolg der Mission stimmte die JAXA jedenfalls schon mal für eine Nachfolgemission Hayabusa 2 die 2014 starten und den Asteroiden 1999 JU3 besuchen soll.


30
Sep 10

Forscher entdecken erdähnlichen Planeten

Krass: wie ich gerade auf Spiegel.de lesen, haben US-Astronomen einen “nur” 20 Lichtjahre entfernten Planeten entdeckt, der Ähnlichkeiten zu unserer Erde aufweist – und ist möglicherweise für die Entstehung von Leben geeignet ist.

Der als Gliese 581g bezeichnete Planet ähnelt der Erde nicht nur in der Größe, sondern befindet sich auch in der sogenannten habitablen Zone, also in einer Entfernung zum Zentralgestirn, bei der ein Planet genau die richtige Menge an Energie abbekommt, damit flüssiges Wasser auf seiner Oberfläche existieren kann. Somit wären die grundlegenden Voraussetzungen für Leben erfüllt. Gliese 581g ist nach aktuellen Berechnungen etwa 1,2- bis 1,4-mal so groß ist wie die Erde und besitzt das Drei- bis Vierfache ihrer Masse. Damit wäre er zwar nicht der kleinste bekannte Exoplanet, könnte aber der bisher potentiell lebensfreundlichste sein. Denn die Anziehungskraft auf seiner Oberfläche ist laut der Studie, die jetzt im “Astrophysical Journal” erscheint, etwas höher als die der Erde – und damit in jedem Fall groß genug, um eine Atmosphäre zu halten.

In anderer Hinsicht ist der Planet der Erde nicht sehr ähnlich: Er rast zehnmal so schnell um seinen Stern – eine Umrundung dauert nur 36,6 Erdentage. Zudem tut er dies in gebundener Rotation: Er zeigt seinem Stern immer die gleiche Seite, so wie es auch der Mond gegenüber der Erde tut. Bei Gliese 581g hat das zur Folge, dass eine Seite hell und heiß, die andere dunkel und kalt ist.

Krass wenn man sich das mal durch den Kopf gehen lässt… 20 Lichtjahre sind in kosmischen Dimensionen quasi um die Ecke!

Interessante Zusatzinfos zu diesem Thame gibt’s u.a. bei Astrodicticum Simplex, dem Wissenschafts-Blog von Astronom Florian Freistetter! Ich bediene mich auch gleich noch eines Zitats Astrodicticum Simplex, das ursprünglich von Steven Vogt (Uni in Santa Cruz) stammt:

Unsere Ergebnisse deuten stark auf einen potentiell lebensfreundlichen Planeten hin. Und die Tatsache, dass wir ihn so schnell und in nach astronomischen Maßstäben so geringer Entfernung zu uns entdeckt haben, lässt vermuten, dass Planeten dieser Art keine Seltenheit in unserer Milchstraße sind.